Begegnung ermöglichen
Nicht erst aber besonders auch seit der Corona-Pandemie ist klar: Menschliche Begegnungen werden seltener, weil vielerorts fußläufige Wege entfallen. Geschäfte, Gasthäuser, Bankfilialen oder Pfarrhäuser schließen, und die Menschen sind zunehmend „automobil“. In Zeiten der Digitalisierung und der Globalisierung, des abnehmenden sozialen Zusammenhalts, zunehmender Individualisierung und Einsamkeit bieten Dritte Orte Chancen und Raum für Begegnung, für Nähe und Verständnis, Echtheit und Erlebbarkeit. Sie fördern das Engagement und wirken der demokratiegefährdenden gesellschaftlichen Spaltung entgegen.
Dritte Orte können öffentliche Räume sein, aber auch halböffentliche Orte wie Bibliotheken, Bildungseinrichtungen, Jugendzentren, Sport- oder Kulturstätten mit ihren Außenbereichen. Sie sind sozial relevante, attraktive Treffpunkte, konsumfreie Orte, einladend und zum Wohlfühlen. Durch Austausch und Vernetzung entstehen Neues und Engagement. Dritte Orte sind bedarfsorientierte Räume mit funktionaler Mischung: Alte und Junge, Kultur und Reparieren, Musik und Nähen, Tanzen und Diskutieren, Kinderbetreuung und Bildung. Sie sind offene Räume mit gewissen Spielregeln und einem notwendigen Minimum an Organisation.
In Salzburg gibt es derzeit an die 20 Dritte Orte-Projekte, betreut von Gemeindeentwicklung Salzburg
Kontakt
Alexander Glas
Tel: 0662-872691-13
E-Mail: alexander.glas@sbw.salzburg.at